Rotorua – Das neuseeländische Bitterfeld

On 13. August 2014 by Klaus

Jetzt gibt es endlich wieder etwas von uns zum Lesen. Es hat eine Weile gedauert (exakt eine Woche) um neben dem WWOOFing-Job auf der Farm die Fotografien aus den letzten drei Wochen zu sortieren, entwickeln und die nötige geistige Verfassung zu haben, es mit ein paar Zeilen Text zu präsentieren.

Was wir auf der Farm in den letzten Tagen getrieben haben schreibe ich in einem separatem Artikel nieder.

Unser Plan für die die Mitte und die westliche Mitte der Nordinsel war, nicht allzu lange zu WWOOFen, und dafür etwas mehr Zeit auf der Coromandel Halbinsel zu verbringen. Südlich von Rotorua hatten wir uns dafür für eine Woche einen Host organisiert, der Hilfe bei etwas Arbeit mit der Kettensäge braucht. Leider hat uns dieser Host einen Tag vor Antritt abgesagt, weil sich eine/r der Beiden das Bein verletzt hat. Eigentlich noch ein Grund mehr zwei WWOOFer im Haus zu haben, aber naja, nicht unsere Entscheidung. Dafür haben wir dann gleich ganz andere Pläne geschmiedet. Unseren Aufenthalt in Rotorua haben wir erstmal verlängert und den zukünftigen Reiseverlaufen zugunsten der Hawkes Bay und zu ungunsten der Coromandel-Region geändert. Der Plan sah folgendermaßen aus:

– ein paar Tage Rotorua … heiße Quellen besuchen und ein bis zwei Halbtagswanderungen
– 6 Nächte im/am zentralen Vulkanplateau … in Hütten schlafen und probieren wie weit man ohne Eisaxt und Klettereisen kommt
– 5 Nächte im Taranaki Nationalpark … drei davon auf einer Wanderung und zwei im Hostel um meinen Geburtstag zu genießen
– zurück zu PJ und Toms Farm in der Hawkes Bay und bis Ende August dort bleiben um Katrins Geburtstag dort zu feiern

In Rotorua sind wir nach zwei Nächten in ein anderes Hostel umgezogen, weil dieses günstiger und Wärmer ist (Zentralheizung, Wannenbäder, kostenloses Internet). die Gegend um R. ist wegen der heißen Quellen, Thermalpools und Schlammpools eine sehr touristische Gegend und deshalb auch ein teures Pflaster. Jetzt in der Nebensaison sind ziemlich wenige Touristen unterwegs, aber der Unterschied zur völlig leeren Hawkes Bay war deutlich. Günstiger isses im Winter aber trotzdem nicht. So richtig viel gibts gar nicht über R. zu berichten. Wir haben es uns gekniffen für teures Geld in eine Therme zu gehen, haben dafür aber ein Maori-Dorf besucht, welches auf instabilem Grund gebaut wurde. An vielen Orten in und um R. bricht der Boden auf und heißer stinkender Dampf kommt raus. Das haben die Maoris nicht aus Unwissenheit getan. Ganz im Gegenteil. Die vielen heißen Quellen wurden und werden genutzt um die Häuser zu heizen, das Essen zu kochen/garen und für die tägliche Körperpflege.

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Die Bewohner des Dorfes finanzieren ein Teil ihres Lebens damit, indem sie traditionelle Maori-Shows, Schnitzereien (meistens aus Greenstone oder Holz), Kunst und geführte Touren durchs Dorf anbieten. Wir haben uns das alles gegönnt und konnten so einen kleinen Einblick in die aktuelle Maori-Kultur bekommen. Um ihr Essen zu kochen/garen, wird um ein kleineres Dampfloch ein Holzkasten mit Deckel gebaut. Dann kommen noch Steine als Boden in den Kasten und fertig ist der natürliche Ofen. Ich hab davon aber leider kein Foto für euch. Dafür aber von einem der Maoris, die die Show vorgespielt haben.

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Dampfende und blubbernde von Mineralien bunt gefärbte Löcher sind mir immer ein willkommenes Fotomotiv, deshalb sind wir neben ein paar frei zugänglichen Gebieten auch in einen Thermalpark gegangen um ein paar ganz besondere Farb- und Blubberpools zu sehen.

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Auf dem Parkplatz hatten wir es dann auch direkt mal geschafft den Schlüssel vom Auto im selbigen zu lassen und alles Türen von außen zu verriegeln. Glücklicherweise haben wir eine Art ADAC-Versicherung, die hier sogar dafür aufkommt, wenn man sich aus dem Auto ausschließt. Wir haben genau drei kostenlose Hilferufe wovon wir mit dieser Aktion unseren Zweiten aufgebraucht haben. Mal sehn wofür der dritte drauf geht … hoffentlich für etwas richtig krasses^^ … sodass es sich lohnt.

Sonderbar an der Gegend und Rotorua ist, dass es direkt neben den Dampfsäulen nicht unbedingt mehr stinkt als in den Gebieten wo keine Löcher sind. Manchmal ist das Gegenteil der Fall und man läuft in der Stadt um die Ecke in eine andere Straße und auf einmal kommt eine stinkige Schwefelwolke daher.

Ja, wie schon gesagt, viel gibts über R. nicht zu berichten. War ganz nett.

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