Die wirklich letzte Wanderung zu einer Hütte

On 22. September 2014 by Klaus

Letzte Woche sind wir nochmal spontan für 2 Nächte zu einem kleinen Trip aufgebrochen. Die Entscheidung in welcher Region, in welchem National/Forest Park wir uns das Vergnügen geben wollten, war gar nicht so einfach. Wir waren zu der Zeit ja in Rotorua und um uns herum war in fast jeder Himmelsrichtung innerhalb von 1-3h Autofahrt irgend eine Region zu erreichen, die ein paar Hütten zu bieten hat. Beim genauen hinsehn ist unsere Auswahl dann Stück für Stück kleiner geworden.
Am Ende hatten wir noch drei Möglichkeiten:
1. Nochmal zu den Vulkanen und vielleicht einen der Gipfel probieren, aber es ist dort immer noch Winter und mit -15°C Windchill zu kalt für unsere Kleidung
2. Te Urewera National Park (über 40 Hütten mit Ofen), leider geht jeder Walk und Rundkurs durch Flussbetten. Jetzt im Frühling wo der Schnee auf den Gipfel schmilzt und es viel regnet, ist uns das alles zu nass
3. Drei Hütten im Kaimanawa Forest Park, von denen wir uns dann für die Cascade Hut entschieden haben. Ein Rundkurs war außerhalb unserer Möglichkeiten, da wir nur zwei Nächte zur Verfügung hatten. Also haben wir uns entschieden den einen Tag zwischen Rein und Raus, damit zu verbringen die Gegend um die Hut zu erkunden.

Der Weg zur Hut war mit 12km etwas länger, als das was wir sonst pro Tag wandern, aber dafür mit wesentlich weniger Höhenmetern. Es klang auf dem Papier also einfacher als unsere vorhergehenden Trips. Als wir dann los sind, sind wir aber nicht so richtig auf touren gekommen. Der lange, aber nicht so steile Aufstieg zehrte an den Beinen. Wir haben uns eingeredet, dass es an der kurzen Nacht und dem nicht all zu weit in der Vergangenheit liegenden letzten Trip liegen muss.

2014-09-17_12-40-48_01Da dieser Trip ausschließlich durch den Wald geht, haben wir uns auch die Zeit genommen, um am Fluss ein kleines Picknick zu machen.

Nachdem es 6km lang nach oben ging, hieß es 6km lang nach unten wandern. Der letzte Kilometer ging dann am Ufer eines Flusses entlang und an einer Flussmündung lag dann die Hütte.

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Wir hatten leider nicht so viel Glück mit dem Wetter. Es hat immer wieder kleine Schauer gegeben und das erkunden der Kaskaden auf den rutschigen Steinen war ein kleiner Thrill. Außerdem haben wir unsere Zeit wie immer damit verbracht, uns was nettes zu kochen, zu lesen und Feuerholz zu sammeln.

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Am Tag des Rückwegs haben wir morgens auf einmal ein tief fliegendes Flugzeug oder Helikopter gehört und nachdem das Motorengeräusch und Propellerpeitschen ein zweites Mal laut zu hören war, war uns klar, dass in der Nähe jemand landet und dann war es auch deutlich zu hören, dass es ein Hubschrauber ist. Wir haben dann aber weiter unsere Taschen gepackt, da wir einen 5-6h Trip im Regen vor uns hatten und da fängt der frühe Vogel den Wurm. Wir waren dann ein paar Minuten später und nach dem Abflug des Hubschraubers erstaunt, als drei Jäger mit ihrer Verpflegung und ihren Gewehren zur Türe reinkamen. Die drei waren freundlich und auch wenn ihr Englisch manchmal ziemlich unverständlich war, haben wir ein paar Worte ausgetauscht. So haben wir erfahren, dass vor haben drei Nächte lang (also genau das Wochenende von Freitagabend bis Montagmorgen) zum jagen hergekommen sind. Das wurde auch gleich bei Bier und Kippen gefeiert und die Kisten mit haben noch ungefähr 15 Dosen Cola gezeigt. Mit was die wohl gemixt wird^^
Nach dem 10min Smalltalk sind wir losgestiefelt und haben uns gefreut nach knapp über 4h den Marsch hinter uns gebracht zu haben. Das war dann unser wirklich letzter Hüttentrip

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