Die nasseste Wanderung …bisher ;)

On 13. August 2014 by Klaus

Für den Taranaki National Park haben wir uns den Pouakai Circuit rausgesucht. Statt jedoch nur einer Nacht in jeder der zwei Hütten, planten wir je zwei Nächte um jeweils einen vollen Tag zum Erkunden der Umgebung haben würden. Nahe der ersten Hütten, der Holly Hut, würde ein weiterer Wasserfall auf uns warten und in der Nähe der zweiten Hütte, der Pouakai Hut, gibt es einen 1400m hohen Berggipfel.

Jeder der öfter mal was plant wird schon darüber gestolpert sein, dass man gut und gerne mal umplanen muss, weil es anders kommt als gedacht bzw. vorhergesagt, wenn es das Wetter betrifft. In unserem Fall stimmte das Wetter (regnerisch und keine Sicht auf gar nix) nicht und die Hütten waren nur unzureichend mit Feuerholz versorgt. Es gab genug Kohlen, aber ohne Holz lassen die sich nur schwer verbrennen. Wenn man aber schon mal da ist, dann muss man improvisieren, was für uns bedeutete nur eine Nacht in der ersten Hütte zu bleiben und nassen Windfall zu verbrennen, bis wir die Kohlen einwerfen konnten. Es ist eine angenehme Kombination aus unvorhersehbaren Dingen, aber nicht zu gefährlich um nicht damit umgehen zu können.

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Der zweite Tag wurde leider nicht besser was das Wetter betraf, aber wenigstens gabs in der Pouakai Hut ein bisschen Feuerholz, auch wenn es irgendwie nicht besonders gut brennen wollte. Dazu sind die Hütten auch viel zu groß und nicht isoliert, wodurch es echt schwer ist ein bisschen Wärme zu behalten. Aber was wäre das Hüttenabenteuer, wenn die Hütten komfortabel wie eine Plattenbaubude wären (bezogen auf Wärme und Isolierung)!?

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2014-08-01_10-01-19_01Hinter dieser Wolke könnt ihr euch einfach einen Zuckerhut-förmigen 2500m hohen Berg vorstellen. Im Gegensatz zum zentralen Vulkanplateau, wo man sich schon auf 700-100m Höhe befindet und ein 2700m hoher Berg einfach nicht so gigantisch wirkt, liegt das Umland vom mt. Taranaki deutlich niedriger und der einzeln stehende Vulkan kommt mächtig daher.

In der Pouakai Hut sind wir auch nur eine Nacht geblieben, weil wir uns unsicher waren wie das Wetter für die kommenden Tage werden würde. Wir sind los und nach einer Stunde waren meine Schuhe komplett naß von innen und von außen. Bei Katrin wars komischerweise schon nach 20min so weit. Naja das hat uns nicht so sehr aufgehalten. Wir sind die 6,5h-Strecke in knapp 4h ohne Rücksicht auf Verluste zurück zum Auto geheizt und waren am Ziel und gut Naß. Die Regenbekleidung ist an sich Dicht, aber wenn es an der Oberfläche der Membran (Gore-Tex und Konsorten) zu kalt wird, dann kondensiert, der Körperdampf und man wird innen auch feucht. Ab dann beginnt der Kreislauf, denn mit dem Wasser kühlt man noch schneller aus. Zu viel Merino-/Funktionsunterwäsche kann man auch nicht anziehen, da es sonst einfach viel zu warm wird. Wir sind also gut an die Grenzen unserer Ausrüstung gekommen. Wir haben auch festgestellt, das die Regenhüllen der Rucksäcke die Taschen nicht genug umschließen und dass es ihnen an einem Abflussloch am unteren Ende fehlt. Wir sind quasi mit einer Wasserpfütze direkt unterm Rucksack durch die Gegend spaziert. Das gleiche ist auch mit der Regenhülle der Kameratasche passiert und mein Objektiv stand knapp 5mm im Wasser. Glücklicherweise nur das vordere Ende und die Kamera ist am höchsten Punkt in der Tasche. So ging alles mit ausreichender Trocknungszeit glimpflich über die Runden. Auch die Kamera kommt hier ordentlich an ihre Grenzen. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass man bei der D600 doch gegenüber der D800 etwas an der Verarbeitungsqualität und der Passgenauigkeit gespart hat. Außer der Sony A7R gibts leider keine kleine Vollformat-Alternative. Und bei der Sony ist mir auch unbekannt, ob sie besser mit extremen Bedingungen klar kommt und die teuren Zeiss und Sony-Objektive halten mich auch davon ab das System zu wechseln. Für die Interessierten: Die Canon 6D ist zwar so klein wie die D600, hat aber deutlich weniger Dynamischen Umfang (was für Landschaftsfotografie äußerst wichtig ist) und das weltbeste Weitwinkel-Zoom gibts bisher außerdem nur für Nikon.
Zurück zum Thema: Wir haben nach der Wanderung unseren Aufenthalt im Hostel um zwei Tage verlängert und die Zeit damit genutzt unsere Ausrüstung zu trocken und zu entspannen.

2014-08-04_15-45-52_01NNatürlich haben wir den Berg kein einziges Mal während der Wanderung gesehen, aber dafür an den Tagen danach 🙂

2014-08-05_13-18-28_01New Plymouth, die nächste größere Stadt hält hin und wieder vom Berg geprägte Szenen bereit.

2014-08-05_13-22-30_01An der Küstenpromenade von New Plymmy gibt es eine lustige Laterne. Mehr wissen wir darüber leider nicht.

2014-08-05_16-28-26_01An einem der Tage haben wir ein altes Schiffswrack aufgesucht, aber es ist weniger übrig als angepriesen wird. Trotzdem wars schön mal wieder an der Küste gewesen zu sein.

2014-08-05_20-36-00_01Zu meinem Geburtstag haben wir uns mal wieder Rinderfilet gegönnt und auch 6 Dollar für ein schönes Taranaki Hefeweizen waren mir nicht zu teuer um diesen Tag ein bisschen zu würdigen.

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2014-08-04_15-47-29_01Ablussfoto 🙂

Nach dem Taranaki-Abenteuer sind wir wieder zurück zur Hawkes Bay gefahren. Jetzt sind wir schon wieder bereits eine Woche bei PJ und Tom auf der Farm und gut beschäftigt mit den vielen Kälbern und Lämmern.

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