Das Neuseeland nördlich von Rotorua

On 12. Oktober 2014 by Klaus

In den letzten dreieinhalb Wochen waren wir ein paar Tage auf der Coromandel-Halbinsel, WWOOFen im Northland und Autoverkaufen in Auckland. Hier isses jetzt 00:35 am 12. Oktober und wir haben noch zwei volle Tage in Auckland und unseren Abreisetag den 14.Oktober. Wir fliegen in der letzten Minute vor Mitternacht, also eigentlich noch ein kompletter Tag.

1. Coromandel
Die Halbinsel haben wir mit gemischten Erwartungen auf uns zukommen lassen. Wir wussten, dass es keine nennenswerten Gebirgswanderungen gibt, aber dass es wärmer ist. Deshalb haben wir uns auf ein paar Tage Küste erkunden eingestellt. Es gibt ein paar klassische Attraktionen wie z.B. die Pinnacles (höchster Berg), Hot-Water-Beaches und die Cathedral Cove (ein Loch am Strand in der Steilküste). Den Berg haben wir uns geknickt, aber die Küste haben wir uns angesehn. Leider ist die Gegend deutlich mehr bewohnt, als andere Ecken von Neuseeland. Außer dem typischen Touri-Stränden hatten wir es manchmal schwer eine unberührtere Ecke zu finden um dem Sonnenuntergang zu fröhnen. Wir sind nicht so sehr die Küstenfans, aber haben die Tage genutzt um zu entspannen und auch mal nicht so viel zu unternehmen.

14-09-20_14-31-42_01__DSE2083Die Pinnacles

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14-09-20_17-17-32_01__DSE2160Cathedral Cove

2. Northland
Auf unserer Fahrt nach Norden zu unserem Host für eine der letzten drei Wochen, haben wir in Whangarei noch eine Zwischennacht eingelegt um dort auch noch mal die Küste zu erkunden und für das perfekte Foto am Strand rumzuhängen. Das mit dem Sonnenuntergang-Foto hat nicht geklappt, aber wir haben einen kleinen menschenleeren Strand gefunden als wir eigentlich zu einer kleinen Wanderung aufbrechen wollten. Statt uns die Füße wund zu laufen, haben wir dann mal die Saison angebadet, Katrin hat am Strand gelesen und ich mir ein Film angeguckt und den Auslöser meines Fotoapparates gequält.

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Die Glückliche Dame, die uns WWOOFer „ertragen“ musste, hat eine 80Ha große Farm mit erloschenem Mini-Vulkan und lebt dort mit ihrem Lebensgefährten, der auch noch woanders arbeitet. Ihre Farm ist aber ziemlich entspannt, weil es gab für uns nicht wirklich Farm-Jobs. Die wenigen Milchkühe hat ihr Freund gemolken und alle anderen Tiere standen einfach nur irgendwo rund um den Vulkan und haben das saftig grüne Gras gefressen. Wir waren nicht die einzigen WWOOFer. Bei ihr waren schon seit ein paar Tagen zwei Neuankömmlinge, Anton und Christina. Wir alle haben für Nancy einen Autoreifen-Terassen-Garten mit Umzäunung gebaut.

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Gemessen an dem, was wir sonst beim WWOOFen alles zu tun hatten, war das für eine Woche wenig Arbeit. Nancy war aber trotzdem mehr als zufrieden und hat uns regelrecht freie Tage aufgedrängt. Deshalb haben wir mit Anton und Christina einen Übernachtungstrip zum Cape Reinga gemacht. Wir haben dort auf einem DOC (Department of Conservation) Campingplatz in unserem Auto übernachtet. Bei gutem und warmen Wetter ist das gar nicht so übel gewesen. Aber wir sind zu verwöhnt um das ein ganzes Jahr lang so zu machen. Naja, das oben am Cape, fast am nördlichsten Punkt der Nordinsel, war es ziemlich sandig 😉

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Am Tag der Hinfahrt sind wir auch gleich noch ein bisschen am Strand vom Leuchtturm am Cape Reinga zum Leuchtturm am Cape Maria van Diemen spaziert. Wenn man da so steht und zum anderen Leuchtturm rüberschaut, dann glaubt man kaum, dass es 9km bis dahin sind. Wir hatten zum Glück den Großteil des Tages Zeit und die Ebbe auf unserer Seite, sodass wir die Wanderung entspannt angehen konnten.

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Vom Camping gibts keine Bilder, weil wir gut damit beschäftig waren mit unseren fast leeren Gaskartuschen die Nudel und die Soße zu kochen 😉 Die Genugtuung alle Ressourcen bis zum Ende aufgebraucht zu haben macht das aber wieder wett.
Am Tag darauf sind wir zum Sandsurfen zu den Giant Sand Dunes gefahren. Das liegt etwas südlich vom Cape, aber immer noch nördlich vom 90Mile-Beach (ein wirklich laaaaaaanger Sandstrand, der auf eigenes Risiko befahren werden kann). Wir mussten zwar erstmal etwas rumfahren und uns durchfragen bis wir vier uns zwei kurze Surf-Boards organisiert hatten, aber am Ende hat es sich gelohnt. Ich bin der Fotograf, also gibts wie immer kein Bild von mir, aber dafür von Anton und Chrissy 😉

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Zurück bei Nancy sind wir an einem der Abende mal losgezogen, um den Sonnenuntergang von ihrem Vulkan anzugucken. Der gras-überwachsene Krater ragt nur 370m über den Meeresspiegel in die Lüfte und es ist ein kurzer Spaziergang bis nach oben. Trotzdem bin ich wie immer zu spät los und habe außer dem „King of the Hill“ kein brauchbares Foto machen können.

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Ein anderer netter Zeitvertreib auf Nancy’s Grundstück war die Hasenjagd. Die kleinen knuffigen Hoppeltierchen mit den zwei Ohren sind vielerorts in Neuseeland mehr eine Plage als, dass jemand gefallen an ihrer niedlichen Präsenz findet. Anton und ich hatten die Ehre mit einem einfachen Luftgewehr umherzustreifen und es ist uns tatsächlich gelungen einen bei Tag (ich) und zwei bei Nacht (Anton) zu erlegen. Fotos dazu erspare ich der eventuell vorhandenen zarten Leserschaft. Und wenn ich euch ein Geheimnis verraten darf: Es gibt auch gar keine Fotos davon =).

3. Autoverkauf
Wir sind mit Anton und Christina zusammen bei Nancy abgereist. Nicht zur gleichen Zeit, aber am gleichen Tag und mit dem gleichen Ziel in Auckland: ein 4er-Zimmer in einem Hostel nahe der Innenstadt. Das hatten wir uns zwei so rausgesucht, damit wir unser Auto gut verkaufen können (nähe zu anderen Hostels und viele Neuankömmlinge die ein Auto brauchen). Anton und Christina haben am letzten Tag vor der Abreise und am Abreisetag bei/von Nancy noch ihren Subaru-Kombi mit einem Bett versehen. Deshalb sind wir nicht zusammen gefahren. Gut, zurück zum Thema…wir hatten und die vorherigen Tage schon gut vorbereitet, indem wir das Auto aufgeräumt und nochmals ordentlich geputzt haben. Außerdem hatten wir bei diversen Facebook-Gruppen das Auto inseriert und so kam es, dass wir für den ersten Tag nach unserer Ankunft in Auckland, gleich einen Besichtigungstermin hatten. Wie kaum anders zu erwarten, ist es ein deutschen Pärchen gewesen und zu unserem Glück haben die beiden unseren „Ducky“ auch gleich gekauft. Wir hatten ihn für 4000 NZ$ inseriert und sind ihn für 3800 NZ$ losgeworden. Am zweiten Tag haben wir den Kauf dann richtig abgewickelt und mittels Formular von der Post den Besitztum auf den Käufer übertragen. Das Gold floss dann in unsere Taschen :). Wir hatten nicht damit gerechnet, das Auto so schnell verkauft zu bekommen.

Goodbye Ducky!!!

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